Piano - Die Musikkneipe in der Stolberger Altstadt

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Pressestimmen

  „Six, Four and More“: Handgemachte Musik auf hohem Niveau

Ihre Konzerte sind zum absoluten Kult avanciert, und so hieß es auch diesmal „Nichts geht mehr“, als die Band „Six, Four and More“ in der Altstadt spielte. Die Musikkneipe „Piano“ war zum Bersten gefüllt, die zahlreichen Freunde von Blues, Rock, Soul und Funk nutzten jeden Quadratzentimeter der Gaststätte aus, um das Livekonzert des beliebten Quintetts zu erleben.

Sänger Piti Dohlen, Gitarrist Volker Marx, Keyboarder Theo Palm, Oliver Schön am Bass und Schlagzeuger Walter Schoeller bedienten ihre Fans reichlich und auf hohem Niveau mit bester handgemachter Musik aus mehreren Jahrzehnten. Schon nach dem ersten Song – Eddie ­Floyds Klassiker „Knock on Wood“ – war klar, wohin die musikalische Reise an dem langen Abend gehen würde.

Kraftvolle Rhythmen, verschmelzende Harmonien, markiger Gesang und großartige Soli sollten das ansprechende Konzert bestimmen. „Six, Four and More“ genoss das besondere Flair in der proppenvollen Altstadtkneipe sichtlich – und zur Freude der Gäste auch hörbar, denn leidenschaftliche Spielfreude, viel Bühnenerfahrung und hohe musikalische Fertigkeiten der Band begeisterten das Publikum. Ebenso wie das Repertoire der Formation.

Ob Songs von Carlos Santana wie „Black Magic Woman“, Blues-Klassiker wie „Stoop down Baby“ von Chick Willis und „The Thrill is gone“ von B. B. King oder der „Soulman“, bekannt durch „Sam and Dave“ und die „Blues Brothers“ – jeder Titel wurde von den Gästen im „Piano“ mit lautstarkem Beifall bedacht.

Authentisch unterhielt „Six, Four and More“ die Gäste im „Piano“ mit Joe-Cocker-Titeln wie „Unchain my Heart“ und „You can leave your Hat on“, brachte unter anderem mit dem „Sharp Dressed Man“ von „ZZ Top“ und „Mustang Sally“ von Mack Rice die Zuhörer zum Feiern. Gekonnt streute die Band auch getragene Stücke wie „While my Guitar gently weeps“ der „Beatles“ und „Still got the Blues“ von Gary Moore atmosphärisch ins vielfältige und zugleich in sich stimmige Programm ein.

Das Publikum im „Piano“ dankte es „Six, Four and More“ mit viel Applaus und bester Stimmung. Nach 30 Songs hatten die Gäste aber immer noch nicht genug von „ihren“ Hits, dem satten Sound der souverän aufspielenden Band und den ekstatisch berauschenden Gitarren- und Keyboard-Soli.

So heizte „Six, Four and More“ dem „Glutofen“ in der Altstadt noch weiter ein und erfreute mit drei Zugaben das jubelnde Publikum, intonierte das durch Aretha Franklin bekannt gewordene „Chain of Fools“, „Sittin‘ in the Dark“ von Carolyne Mas und ließ den furiosen Konzertabend erst mit „Rockin‘ all over the World“ von „Status Quo“ stimmungsvoll enden.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 17.3.2014

 

 

 
  Gitarre, Stimme und jede Menge Bühnenpräsenz
Als ihre Karriere vor fünf Jahren begonnen hat, gastierte Romy Conzen in der Kupferstädter Musikkneipe „Piano“ und hat seitdem viele Fans in Stolberg. Inzwischen hat sich viel getan: Die belgische Sängerin studierte am Konservatorium in Lüttich klassische Gitarre, produzierte ein neues Album und Musikvideos, gab zahlreiche Konzerte und trat bei großen Festivals auf.

Romy Conzen spielte unter anderem in Aachen bei der Karlspreisverleihung, in Verviers bei der „Fiesta-City“, war der Top Act der sechsten Brühler Rocknacht. Der Stolberger Altstadt und dem „Piano“ blieb sie allerdings treu und konzertierte jetzt zum fünften Mal in der Musikkneipe.

Das Kupferstädter Publikum hält der sympathischen Sängerin und Liedermacherin ebenfalls die Treue: Pünktlich zum Konzertbeginn hieß es „Nichts geht mehr!“ in der Gaststätte. Dicht an dicht füllten die Zuhörer das „Piano“, und in der Folge brandete immer wieder herzlicher Applaus auf. Der inoffizielle Stolberger Romy-Conzen-Fanclub überreichte der charmanten Musikerin wie schon im Vorjahr einen prachtvollen Rosenstrauß, das Publikum genoss das Konzert und die Sängerin quasi ein Heimspiel. Conzens „Showelemente“ bestanden lediglich aus ihrer Akustikgitarre und ihrer großartigen Stimme, und dennoch war ihre Bühnenpräsenz wie gewohnt enorm.

Akustische Konzerte der Künstlerin sind Abende voller Gefühl, und Conzens musikalische Fähigkeiten, die intensive Leidenschaft ihrer Darbietung bis hin zur emotionalen Verausgabung machen ihr Charisma aus. Authentisch und unter die Haut gehend präsentierte die junge Sängerin eigene Stücke aus ihrem aktuellen Album „Black as Night“ und die melodischen Titel wie „Sky falls down“, „Cruel to be kind“, die verzaubernd romantische Ballade „Gates of Eden“ oder „Holding on“ kamen bestens in der Altstadt an. Conzen begeisterte das Publikum zudem mit Stücken aus ihrem Debütalbum „La Fille du Nord“ und eigenständigen akustischen Interpretationen bekannter Hits.

Expressiv und mitreißend

In ihrer natürlichen Art intonierte sie mal kraftvoll, mal empfindsam und dabei immer expressiv und mitreißend sowohl Evergreens, als auch neuere Songs. „Need you now“ von „Lady Antebellum“ traf auf „Paint it black“ der „Rolling Stones“ und „Use somebody“ der „Kings of Leon“ oder „With or with­out you“ von „U2“ und „Black Horse and the Cherry Tree“ von „KT Tunstall“ – allesamt beseelt von Romy Conzens großem Empfinden der Musik, dem sie unnachahmlich und hinreißend Ausdruck verleiht.

Mit ihrem Konzert begeisterte die Sängerin einmal mehr das Publikum in der Altstadt vollends und wurde mit frenetischen Ovationen gefeiert.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 17.4.2014

 

 

 
  Erst in der Altstadt, dann in Los Angeles und in China

Das Peter Sonntag Quartett begeistert mit neuem Konzept Reno Schnell featuring „High Voltage Overhead“ das Publikum restlos

Stolberg. Wenn vom 23. bis zum 26. Januar die weltgrößte Musikmesse „Namm Show“ im Kalifornischen Los Angeles stattfindet, sind auch zwei Kupferstädter Instrumentalisten mit von der Partie: Bass-Ikone Peter Sonntag und Ausnahmegitarristin Reno Schnell sind in die USA eingeladen, um bei der „Namm Show“ zu spielen und das internationale Publikum mit ihren außerordentlichen Fähigkeiten zu begeistern. „Es ist schon eine besondere Ehre für uns“, sagt Peter Sonntag, doch bei dieser Ehre wird es in 2014 nicht bleiben, denn die „Final Virus“-Musiker, zu denen auch Markus Plum (Posaune, Keyboard, Trompete) und Max Sonntag (Schlagzeug) zählen, haben ein bewegtes Jahr vor sich.

Unter anderem steht eine DVD-Veröffentlichung an, und mit „Jazz in a Box“ wird das Peter Sonntag Quartett eine neue Veranstaltungsreihe aus monatlichen Konzerten in der Region gründen. Ebenfalls geplant ist, bei einem Festival in der Mongolei zu konzertieren, bei dem rund eine Million Gäste erwartet werden. Dieser Auftritt soll mit einer China-Tournee in Verbindung stehen. Der klangvolle Start ins Jahr erfolgte für die vier Stolberger Musiker allerdings in ihrer Heimat. In der Altstadtkneipe „Piano“ präsentierte das Ensemble sich erstmals unter dem neuen Namen „Reno Schnell featuring High Voltage Overhead“ und damit auch mit einem neuen Konzept.

Die neue Bezeichnung dient einerseits dazu, sich von den Jazz-Projekten des Peter Sonntag Quartetts abzugrenzen, und stellt andererseits die Gitarristin in den Vordergrund. Reno Schnell genießt bei „High Voltage Overhead“ große Freiheiten, kann sich instrumental voll entfalten, was jedoch nicht bedeutet, dass die übrigen Musiker lediglich im Hintergrund agieren: Peter Sonntag, Markus Plum und Max Sonntag setzen sich immer wieder brillant solistisch in Szene – so auch im „Piano“, wo die Band vor vollem Haus ihr „Heimspiel“ gab. „Wir tanken hier die Stolberger Energie, nehmen sie mit nach L.A. und zeigen den Amis, was Sache ist“, nahm Peter Sonntag vorweg, und eben jene „Sache“ sollte in der Folge das Kupferstädter Publikum restlos begeistern.

Reno Schnell und „High Voltage Overhead“ statuierten gleich mit dem zweiten Stück ein musikalisches Exempel, das Seinesgleichen sucht: Nach einem ungemein kunstvollen wie atmosphärischen Intro bewies die Band, dass man auch in der Musik das Rad vielleicht nicht neu erfinden kann, die Art und Weise, wie es läuft, aber schon. Bei dem „The Doors“-Klassiker „Riders on the Storm“ machten die Musiker das scheinbar Unmögliche mit spielerischer Leidenschaft möglich und präsentierten eine unvergleichliche Interpretation. Die Band ließ den Song im besten Wortsinn leben, so dass die ursprüngliche Komposition sich weiterentwickeln konnte.

Mit Respekt vor dem Original bewahrte das Quartett die Quintessenz des Songs, schrieb aber zugleich das Werk großartig fort, komplettierte es live zu einem hoch komplexen Kunstgefüge, das die Zuhörer regelrecht in Trance versetzte und ihre Seelen berührte. Der musikalische Rausch war noch nicht verebbt, als die Band mit „A Day in a Life“ den nächsten Sturm der Begeisterung entfachte. Vom ersten Ton an vereinte Reno Schnell Emotion und Energie in der „Beatles“-Ballade, in die das Quartett tatsächlich einen fulminanten Hardrock-Teil einfließen ließ – mit einer Harmonie, wie sie wohl nur diese begnadete Formation zu zelebrieren vermag.

Gut zwei Stunden lang ohne Unterbrechung versetzten die Musiker die dicht gedrängt stehenden Gäste im „Piano“ in Ekstase. Ihre Interpretation von Frank Zappas „Bamboozled by Love“ brachte unwiderstehlich kraftvollen Rock mit Elementen von Jazz und Swing, Funk sowie Blues zueinander und ließ den „High Voltage Overhead“-Anspruch von Universalmusik eindrucksvoll Wirklichkeit werden.

Das keltische Lied „Toss the Feathers“ spielte Reno Schnell federleicht in atemberaubendem Tempo mit höchster Präzision und zugleich voller Gefühl. Den „Perfect Day“ des Altmeisters Lou Reed arrangierte die Band so, wie es „The Velvet Underground“ intonieren würde – wenn er diese vier Ausnahmemusiker zur Verfügung hätte.

Bis zur letzten Zugabe feierte das Publikum frenetisch seine Helden, die auch mit neuem Konzept ein weiteres Mal für ein unvergessliches Konzerterlebnis in der Altstadt sorgten.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 14.1.2014

 

 

 
  Fünf Extraportionen Rockabilly

„The Spunyboys“ lassen den berühmten Funken bereits beim Soundcheck überspringen. Viele Rock‘n‘Roll-Evergreens, die Geschichte schrieben, im Programm. Auch eigene Stücke reißen Publikum von den Stühlen.

Stolberg. Besucher der Altstadt konnten sich am Wochenende auf eine Zeitreise begeben, und das nicht nur wegen der historischen Bauten in den pittoresken Gassen: „The Spunyboys“ gastierten in der Musikkneipe „Piano“ und erfreuten die Gäste mit feinstem Rockabilly in der Tradition der späten 50er und frühen 60er Jahre.

Auch wenn das französische Trio den Altersdurchschnitt von 25 Jahren aufweist, intonierten die Profimusiker zeitlose Oldies hoch überzeugend, begeisterten das Publikum mit musikalischem Können, großer Spielfreude und einer enormen Bühnenpräsenz.

Den ersten lautstarken Applaus ernteten „The Spunyboys“ bereits beim Soundcheck, als sie „Hello, Mary Lou“, das Ricky Nelson zu einem Welthit machte, anstimmten.

Das eigentliche Konzert aber starteten die „Teddyboys“ in authentischer Optik mit „Glad to be home“, dem ersten Titel ihres aktuellen Albums „Rockabilly Legacy“.

In auf das Wesentliche beschränkter Besetzung glänzten Rémi (Gesang und Kontrabass), Eddie an der Gitarre und Guillaume am Schlagzeug von Beginn an und verbreiteten pure gute Laune im „Piano“. Die Band bescherte dem Publikum in der gut besuchten Altstadtkneipe zudem ein Wiederhören vieler Rock‘n‘­Roll-Evergreens, die Musikgeschichte geschrieben haben.

In die Moderne transportiert

Carl Perkins‘ „Matchbox“, Eddie Cochrans „C‘mon Everybody“ oder Elvis Presleys „Follow that Dream“ wurden von dem Trio frisch in die Moderne transportiert. „Guillaume-Boy“ trieb an den Drums den unwiderstehlichen Rhythmus voran, während „Eddie-Boy“ immer wieder für seine ekstatischen Gitarrensoli bejubelt wurde. „Rémi-Boy“ indes brillierte stimmlich und am Kon­trabass, den er nicht nur voller Leidenschaft spielte, sondern auch für seine großartige Show nutzte: Der Sänger der „Spunyboys“ balancierte auf seinem Instrument, zupfte die Saiten am Boden liegend oder stemmte den Kontrabass durch die Reihen des Publikums.

Ein „Höhepunkt“ seiner zahlreichen Aktivitäten war, als Rémi den Tresen im „Piano“ erklomm und über den Köpfen der Gäste auf der Theke Bass spielte. Besonders bemerkenswert an dem Konzerterlebnis waren aber auch die Eigenkompositionen der Band. Das Album-Titelstück „Rockabilly Legacy“, „Trouble in Town“, „Bop for your Life“ und viele eigene Stücke mehr rissen das Publikum ebenso von den Stühlen wie die Genre-Klassiker „That‘ll be the Day“ (Buddy Holly), „Rockabilly Rebell“ von „Matchbox“ oder Frankie Laines „Rawhide“.

Der „Spunyboys“-Song „Dance to the Bottom“ war Programm im „Piano“, und die „Zugabe“-Rufe wollten auch nach der fünften „Extraportion Rockabilly“ nicht verklingen.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 16.4.2013

 

 

 
 

Starke eigene Songs und tolle Interpretationen

Romy Conzen erntet viel „Altstadt-Applaus“. Das Ausnahmetalent beeindruckt mit Können und Charme. Partystimmung und andächtiges Lauschen.

Stolberg. Künstler können wohlwollenden Beifall, stehende Ovationen, frenetischen Jubel genießen – oder den Altstadt-Applaus, der sich durch ein großes Maß an Ehrlichkeit auszeichnet. In jenem herzlichen, von Lied zu Lied lauter aufbrandenden Altstadt-Applaus badete Romy Conzen förmlich bei ihrem Konzert im „Piano“.

Vollkommen zu Recht, denn die junge belgische Liedermacherin begeisterte das Publikum in der gut besuchten Musikkneipe auf hohem Niveau. Ihre enorme Bühnenpräsenz entstand dabei nicht aus großen Gesten oder Effekten, sondern aus ihrem gefühlvollen, leidenschaftlichen Gesang, dem virtuosen Spiel auf der Gitarre und ihrer natürlich charmanten Ausstrahlung, mit der sie die Gäste vollends in ihren Bann zog.

Mit ihrer grandiosen Stimme deckte Romy Conzen eine große Bandbreite ab, die sich auch in dem ansprechenden Repertoire widerspiegelte. Mit teils kraftvoller Stimmgewalt und teils hoch emotionalem Gesang präsentierte sie ihre eigenen Stücke und akustische Interpretationen bekannter Lieder. Conzens Songs wie „Love ist he Answere“ oder Titel ihres aktuellen Albums „Black as Night“ wie „Sky falls down“, „Cruel to be kind“ oder das romantisch verträumte „Gates of Eden“ fügten sich nahtlos in das Gesamtprogramm des Abends und konnten neben den beeindruckend interpretierten Welthits wie „Losing my Religion“ von „REM“ durchaus bestehen.

Die charismatische Sängerin intonierte das getragene „Still haven’t found what I’m looking for“ von „U2“ ebenso großartig wie die energiegeladeneren Stücke „Black Horse and the Cherry Tree“ von „KT Tunstall“ oder „Like the Way I do“ von Melissa Etheridge. Romy Conzen erntete für ihre fantastische Adaption von „Paint it black“ der „Rolling Stones“ tosenden Altstadt-Applaus und einen Zuruf aus den Reihen des Publikums, der wiederum von den anderen einhellig Gästen bestätigt wurde: „Der schönste Jagger aller Zeiten!“ Conzens eigene Titel wie „Holding on“ und „So far away“ wurden in der Musikkneipe „Piano“ genauso gefeiert wie „Use somebody“ der „Kings of Leon“, „Creep“ von „Radiohead“ und „What’s up“ der „Four non Blondes“.

Das moderne „Je veux“ von „Zaz“ traf auf Edith Piafs zeitlosen Klassiker „Non, je ne regrette rien“. Während bei „Roxanne“ von „The Police“ Partystimmung in der Altstadt aufkam, verwandelte sich die Atmosphäre gänzlich, als Romy Conzen „Chasing Cars“ von „Snow Patrol“ und vor allem Leonard Cohens „Hallelujah“ anstimmte: Sichtlich bewegt lauschte das Publikum in purer Andacht den Klängen der Musikerin und war erneut von dem Ausnahmetalent Romy Conzen hingerissen. So sorgte auch die letzte Zugabe für ein Gänsehaut-Finale des tollen Konzertabends, als die Sängerin sich mit „With or without you“ von „U2“ verabschiedete.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 8.4.2013

 

 

 
  Die Band «Jim Limo» ist jenseits der gängigen Genres

Zwischen «Wahrheit und Realität» siedelt die Band «Jim Limo» ihre Musik an, sie stilistisch einzuordnen fällt tatsächlich schwer. Spuren gängiger Genres lassen sich zwar erahnen, sind jedoch nie wirklich greifbar.

Die Musiker des Aachener Quartetts haben Blues, Rock, Soul, Folk und Country verinnerlicht, das Resultat sind emanzipierte Eigenkompositionen, die im weiteren Sinne als handgemachte Popmusik bezeichnet werden können, im engeren Sinne aber eigentlich nur eins sind: «Jim Limo».

Von der Qualität der Songs und der Liveband konnte sich das Stolberger Publikum am Wochenende in der Altstadt überzeugen. In der Musikkneipe «Piano» starteten Gitarrist Tobias van Booven und Sänger Helge Wollny zunächst als Duo mit einem Akkustikset und gaben mit «Is it Love» den Leitfaden für das Konzert vor: Ansprechende Melodien verpackt in organische Arrangements, präsentiert mit gefühlvoller und starker Stimme.

Das zweite Stück ließ «Jim Limo» in kompletter, aber immer noch akustischer Besetzung erklingen. Wollny griff zum Akkordeon, Schlagzeuger Thomas Lausberg nahm auf einem Cajon Platz, und Bassist Ralf Neth bediente ein Tamburin, um «My private Piece of Heaven» zu spielen - ebenso wie die folgende träumerische Ballade «When I close my Eyes» Musik zum Wohlfühlen.


Bei «Train riding» setzten Bass und Drums ein, und van Booven wechselte zur E-Gitarre, das Konzert kam in Fahrt, und Songs mit energiegeladenem Rhythmus mischten sich in der Folge unter die getragenen Stücke. Allen Liedern gemein waren die gelungenen Kompositionen, stets eingängig und harmonisch, jedoch nie langweilig, sondern mit interessanten Spannungsbögen und dem unverwechselbaren Sound versehen.

Gemeinsame Soli von Wollny am E-Piano und van Booven an der Gitarre begeisterten immer wieder das Publikum, bei dem kraftvoll rockenden «Without another Dawn» glänzte Neth mit flinken Bassläufen, und Lausberg schuf bei der Ballade «The simple Things» eine besondere Atmosphäre, indem er auf fünf Becken spielte.

Ob das dynamische «Man with the thousand Faces», das melancholische «Out of Joint» oder das rockige «Wake up» - die eigenständigen Songs mit stimmigen Texten bewiesen Hit-Qualitäten und kamen sehr gut an. Spätestens bei «Italian Days» und seinen Mitsing-Passagen war klar, dass «Jim Limo» sich viele Freunde in der Kupferstadt gemacht hatte. Und das beruhte auf Gegenseitigkeit: «Wir werden Euch als Publikum weiterempfehlen,» versprach Wollny angesichts der ausgelassenen Stimmung in der Altstadt.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 19.6.2012

 

 

 
  Klang-Cocktail aus vielen Zutaten bei den «Red Hot Cancers»

Es ist dem Kulturfestival «Stolberg goes USA» zu wünschen, dass es mit musikalischen Qualitäten lockt, wie sie «Red Hot Cancers» am Samstag in der Altstadt zu Gehör brachten: Die Band begeisterte das Publikum in der Musikkneipe «Piano» mit ihrem ganz eigenen und variantenreichen Sound.

Das Fundament der meisten Stücke ist der Blues, der stets gute Laune verbreitet, da er oft mit einer gehörigen Portion Rockabilly verwoben ist - «Bluesabilly» à la «Red Hot Cancers». Mit spielerischer Leichtigkeit, basierend auf hohem musikalischen Können, mischt die Band zudem diverse Klang-Cocktails aus Zutaten wie Jump, Swing, Jazz, Rock'n'Roll, Jive, Texas-Shuffle und Boogie.

1994 gegründet ist von der Originalbesetzung nur noch Sänger und Gitarrist Max Hütten übrig geblieben. Vor drei Jahren gelang es ihm, eine neue Formation der «Red Hot Cancers» zusammenzustellen, die in ihrem harmonischen Zusammenspiel virtuos überzeugt und sich jetzt bei ihrem Stolberg-Debüt beeindruckend für weitere Auftritte in der Kupferstadt empfohlen hat.

Authentische Stimme

Die temperamentvolle Rhythmussektion aus Schlagzeuger Frank Lohmar und Klaus Hermanns am Bass, der stimmungsvoll swingende Saxofonist Markus Steinhauer und Hütten, der sowohl die Rhythmus- als auch die Sologitarre erklingen lässt und den «Red Hot Cancers» eine authentische Stimme verleiht, sprechen mit musikgewordener positiver Energie an, der sich das Publikum kaum entziehen kann.


Die Gäste im «Piano» kamen bei dem Konzert der Bad sogar zu einem speziellen Genuss: Das Quartett wartete mit den Gastmusikern Manfred Schmelzer (Posaune und Banjo) und Hanns-Georg Rybak (Mundharmonika) auf. So konnten die «Red Hot Cancers» in wechselnden Konstellationen besonders mit ihren Eigenkompositionen glänzen.

Eingängige, melodische Stücke wie «I'll come back no more», «Train to my Baby» oder «Last Night» ließen den sprichwörtlichen Funken rasch überspringen und ernteten reichlich lautstarken Applaus des Publikums in der Altstadt.

Bei «Pay me my Money down» sangen die Gäste eifrig mit, Woody Guthries Folksong «New York Town» transponierten die Musiker unnachahmlich in die Bourbon Street des Jazz-Mekkas New Orleans.

Lieder von Freddie King, T-Bone Walker, Duke Robillard und Little Walter kamen ebenfalls hervorragend an, so dass die «Red Hot Cancers» erst nach zwei Zugaben von der Bühne gelassen wurden.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 2.4.2012

 

 

 
  New Yorker Ausnahme-Gitarrist Rafferty in Stolberg umjubelt

Der New Yorker Gitarrist Adam Rafferty, Meister im Fingerpicking, ist momentan mit seinem Programm «Rock the House Tour 2012» auf Europatournee. Nach Vorstellungen in Brüssel und Aachen machte er jetzt Halt in Stolberg.

In der Altstadtkneipe «Piano» faszinierte er eine große Fangemeinde mit seinen virtuosen Stücken auf der mit Stahlsaiten bespannten Akustikgitarre.

Die Basssaiten werden mit dem Daumen, mit und ohne Plektrum, gezupft, die Melodiesaiten mit Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger, und fertig ist das Fingerpicking. Was so einfach gehen soll, ist bei weitem viel komplizierter. Adam Rafferty ist ein Multitalent in Sachen Gitarrentechnik. Dazu kommt eine große Sensibilität im Ausdruck. Sein Spiel ist detailreich: Viele Verzierungen, rhythmische Akzente und souveräne Spielkultur zeugen von reichlicher Erfahrung. Er gilt in der Szene wohl als der Größte. Mit Recht!

Immer wieder gibt es Szenenapplaus für seine grandiosen Soli. Zurufe aus dem Publikum, Pfiffe und tobender Applaus nach den einzelnen Stücken sind ihm sicher. Mal gibt es Balladen wie «To the Moon», mal Gitarren-Percussion und Human Beat Box - Stimmeffekte und Geräuschimitationen mit dem Mund - als rhythmische Einlage, mal zeigen die Eigenkompositionen wie «Shelter Island» seine begnadete Virtuosität. Allein der Anspruch der Vollkommenheit und Ästhetik bestimmen das Spiel.

Zwischen den Stücken erzählt er kleine Geschichten, teils sogar in deutscher Sprache, und versetzt die Zuhörer immer wieder in Heiterkeit. Beseelt und ganz eins mit seinem Instrument, präsentiert er seine Kompositionen. Das Publikum erlebt eine zweistündige Reise durch die Ära Michael Jackson («I'll be there», «Billie Jean», «Ben», «Thriller» «Man in the Mirror») und Stevie Wonder («Superstition», «Overjoyed»).

Raffertys Bühnenpräsenz ist perfekt. So etwas hört man nicht alle Tage. Wahrlich mitreißend sind auch «Tequila», «brasilianischer Samba» und Jazzstandards wie «Autumn Leaves» oder «Man in the Mirror». Nach zwei Stunden Höchstleistungen gibt es dann auch noch Zugaben. Zufrieden lassen alle zusammen in der gemütlichen Atmosphäre der Stolberger Altstadt den Abend ausklingen.

M. L. Otten, Stolberger Nachrichten, 18.3.2012

 

 

 
 

Tributband «Boomchickaboom» begeistert im Country- und Westernstil

Das Kupferstädter Kulturfestival «Stolberg goes USA» wirft seine Schatten klangvoll voraus - zumindest in der Stolberger Altstadt.

In der Musikkneipe «Piano» wird am Samstag, 17. März, ab 21 Uhr der New Yorker Fingerpicking-Gitarrist Adam Rafferty seine ständig wachsende Fangemeinde begeistern, und am vergangenen Samstag hieß es dort beinahe «wegen Überfüllung geschlossen», als eine Kombo mit Kultstatus in der Altstadt gastierte.

Voller Leidenschaft und Spielfreude hat das Quartett «Boomchickaboom» sich der Musik der amerikanischen, ja weltweiten Country-Legende schlechthin verschrieben: dem unvergessenen und einzigartigen Johnny Cash.

So bevölkerten
zahlreiche Cash-Fans, Country- und Westernfreunde sowie Anhänger von «Boomchickaboom» das «Piano», um die Klassiker des 2003 verstorbenen «Man in black» zu zelebrieren. Und «der Jones», alias Sänger und Gitarrist Johannes Welter, Bassist Ralf Stoffel, Sebastian Dreher an der Gitarre und Schlagzeuger Alex Kophamel bedienten ihr Publikum gut und reichlich: «I walk the Line», der «Folsom Prison Blues» und das humorvolle «A Boy named Sue» ließen die Herzen der Musikliebhaber in der Gaststätte höher schlagen.

«Darlin' Companion» und «Jackson» - ursprünglich Duette Cashs mit June Carter - bewältigte «der Jones» auch alleine, und den «Highwayman» begleitete nur Dreher an der Akustikgitarre.

«Boomchickaboom» begeisterte die Gäste mit zeitlosen Hits wie «San Quentin», «Cocaine Blues», «I got Stripes» und «I still miss someone» und ließ sich bei «Ring of Fire» von einem Gastsäng
er, der spontan aus dem Publikum rekrutiert wurde, unterstützen.

Großen Applaus erntete die Band ebenfalls für die jüngeren Stücke wie «One» von «U 2», das Cash in seinem 2000er Album «American Recordings III» interpretierte, und «The Man comes around» von dem vierten Teil der «American Recordings», der 2002 erschien und Johnny Cashs 87. Album darstellte. Neben Songs wie «Big River» und «Cry cry cry» streute das Quartett auch Titel in das Programm ein, die Cash nie sang, aber nun so erklangen, als ob.

Tanita Tikarams «Twist in my sobriety», «Dirty old Town» der Pogues und der Rolling-Stones-Welthit «Sympathy fort he Devil» kamen im typischen «Boomchickaboom»-Sound daher und sprachen das Publikum ebenso an wie die instrumentale Eigenkomposition «Lil' Pig». Selbst den vielen ausgewiesenen «Boomchickaboom»-Fans im «Piano» bereitete die Band eine mehr als gelungene Überraschung unter dem Motto «Cash trifft Campino», denn mit einer besonderen Country-Version des Lieds «Opelgang» der Punkband «Die Toten Hosen» rundete die Band den stimmungsvollen Abend gekonnt ab.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 4.3.2012

 

 

 
  Weihnachtsspecial statt Abschiedskonzert

Carlos Cachafeiro kann nicht ohne Stolberg sein. Beim Konzert in der Altstadt läuft der Sänger wieder zur Höchstform auf. Fans beschreiben diesen Auftritt als einen der besten seiner Karriere. Zahlreiche Musiker wirken mit.

Stolberg. Ohne sein Stolberg kann und will Sänger Carlos Cachafeiro nicht sein. Bei seinem Konzert im „Piano“ am Samstag war wohl jedem im Publikum klar, wie eng die Beziehung zwischen dem Musiker und der Kupferstadt ist – und umgekehrt. Die Begeisterung der Kupferstädter schlug dem 38-Jährigen an diesem Abend in geballter Form entgegen und spornte Carlos zu Höchstleistungen an. „Es war eines seiner besten Konzerte überhaupt“, sagte Jens Weiss und gab damit die vorherrschende Meinung der Besucher wieder.

In der Musikkneipe war im positiven Sinne die Hölle los, so voll war es, und die Stimmung war grandios. ... Dennoch werde er die Anzahl seiner Auftritte reduzieren, teilte seine Managerin Melanie Esser mit. Beim Konzert im Piano stellte der 38-Jährige erneut seine Talente als Musiker und als Sänger unter Beweis: Er sang, spielte Bass und auch Gitarre. Vier Stunden lang (!) feuerten Carlos und seine Freunde ein musikalisches Feuerwerk aus Rock, Pop und Reggae ab. Während des kompletten Auftritts mit auf der Bühne war Winnie Schleipen, Schlagzeuger der Eschweiler Band „Beacon Cross“. Er begleitete das Event mit seiner Trommel. Perfekt aufeinander eingespielt sind auch Carlos und Sängerin Lynda Cordewener aus Valkenburg: Ihre Interpretation von „What’s up“ („4 Non Blondes“) verursachte Gänsehaut-Gefühl. Umwerfend war auch der Auftritt von Carlos mit Mel und Lilli. Die beiden Stolbergerinnen eroberten die Zuschauer unter anderem mit einer witzigen Beatbox-Shaggy-Scatman-Einlage. Der ganze Abend war ein Erlebnis. Zum Schluss standen alle Künstler noch mal gemeinsam auf der Bühne sangen mit dem Publikum „We are the World“ – das war „Wir-Gefühl“ hautnah.

Heike Eisenmenger, Stolberger Nachrichten, 21.12.2011

 

 

 
 

«Somebody Wrong Blues Band» in der Altstadt

Der Blues hat viele Freunde in der Stolberger Altstadt, und auch am Wochenende genossen die Gäste in der Gaststätte «Piano» diese Musikrichtung.
Zum Live-Konzert spielte die Aachener «Somebody Wrong Blues Band» auf, die erneut bewies, dass sie alle nötigen «Zutaten» mitbringt, um die Fans zu begeistern: eine leidenschaftlich agierende Sängerin (Christine Isensee), zwei ehrliche Gitarren, die von Alex Wilde und Albrecht Peltzer gespielt wurden, eine beeindruckende Rhythmus-Sektion mit Jochen Stark (Bass) und Chris Andrä am Schlagzeug und einen Keyboarder (Martin Peltzer), dessen Instrument die Musik der Band nicht nur untermalt, sondern einen hohen Stellenwert im Gesamtgeflecht des Sounds der «Somebody Wrong Blues Band» einnimmt.

Das Publikum im «Piano» erfreute sich an Klassikern wie Van Morrisons legendärem «Moondance» oder «Me and Bobby McGee», das einst Janis Joplin zu einem Welterfolg machte. Bei Stücken wie «House on the Hill» von «Lightnin' Hopkins» und «Willin'» von «Little Feat», bei dem Bassist Jochen Stark zum Mikrofon griff, überzeugte die «Somebody Wrong Blues Band» mit ihrem Können und riss die Musikfreunde in der Altstadt mit.

Das Sextett zelebrierte regelrecht einige Songs der «Allman Brothers Band», unter anderem das rein instrumentale «Jessica», «Whipping Post», das traurige «Worry down with the Blues» und natürlich das Stück, nach dem die Formation sich benannt hat: «Done Somebody Wrong».

Auch wenn die Band sich ausschließlich dem Blues verschrieben hat, gelang ihr ein abwechslungsreiches Konzert, da sie viele Facetten des Genres beherrscht. Dies belegte auch der lautstarke Beifall, mit dem das Publikum die in Stolberg immer wieder gerne gehörte Band bedachte.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 6.12.2011

 

 

 
 

Peter Sonntag und «Final Virus»: Hommage an die Heimatstadt

«Es ist schön, wieder zu Hause sein und heute hier für Euch zu spielen», begrüßte Peter Sonntag das große Publikum in der Musikkneipe «Piano». Der Extrembassist und nach eigener Aussage «weltweit bekennende Stolberger» kam mit seiner Band «Final Virus» in die Altstadt, um Titel der 1960er und 1970er Jahre in unnachahmlicher Weise in die Gegenwart zu projizieren.

Aus dem psychedelischen Klanggeflecht des atmosphärisch experimentellen Beginns des Konzerts erwuchs eindrucksvoll die «Magical Mystery Tour» der «Beatles», die nahtlos in «Pink Floyds» Song «Money» überging. So verwundert es nicht, dass der Funken rasch übersprang bei Sonntags' Auftritt in seiner Heimatstadt.

Schon waren die Gäste im überfüllten «Piano» begeistert, da ihnen die musikalische Marschrichtung des Abends gewahr wurde: «Final Virus» zelebriert Universalmusik. Mit kunstvollen instrumentalen Interpretationen bricht die Formation kraftvoll die Grenzen zwischen E- und U-Musik auf, verwebt harmonisch verschiedene Stilrichtungen, führt in innovativen und komplexen Kreationen zum Ursprung und zum wahren Wesen der Musik. Stücke wie «I am the Walrus» oder Stevie Wonders «Superstition» wurden durch Sonntags virtuosen Bass und Markus Plums großartigen Einsatz von Posaune oder Trompete mehr als nur zu neuem Leben erweckt.

Sie blühten in ungeahnter Schönheit und Größe auf und erreichten Klangdimensionen jenseits musikalischen Schubladendenkens. Gitarristin Reno Schnell verlieh mit ihrem präzisen wie leidenschaftlichen Spiel dem «The Who»-Klassiker «Behind blue Eyes» hohe Emotionalität, ließ die synthetische «Limp Bizkit»-Version vergessen und setzte sich mit grandiosen Soli in Szene.

Gästen bleibt die Luft weg

Dies gelang auch Max Sonntag, der zum Beispiel im druckvollen, dynamischen «Mission Impossible» seinen Bandkollegen eine längere Pause gönnte. Er bearbeitete Bass- und Snaredrum, Toms, Becken und Hi-Hat derart, dass den Gästen im «Piano» buchstäblich die Luft wegblieb.

Ob «A Day in the Life», «Cocaine» oder «Pinball Wizard» - die jüngeren Zuhörer genossen zeitlose Musik in modernem Gewand, die älteren bekamen «ihre Songs» in Form der «Final Virus»-Interpretationen neu geschenkt.

Und diese Geschenke nahm das Publikum bereitwillig an: Der Mangel an Platz und Atemluft im Saal tat der ausgelassenen Stimmung während des knapp zweistündigen Konzerts keinen Abbruch, und die Kupferstadt feierte ihre Musiker.

«Stolberg hat wirklich etwas Besonderes», kommentierte Peter Sonntag sehr angetan nicht etwa die Leistung der vier Stolberger Ausnahmemusiker auf der Bühne, sondern das enthusiastische Publikum, das einen großen Teil zu dem berauschenden Abend beitrug. Dabei zeigte sich einmal mehr, dass es nicht unbedingt einer großen Bühne und eines großen Publikums bedarf, um einen wahrlich großartigen Auftritt zu präsentieren.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 11.10.2011

 

 

 
 
Gitarrenvirtuose Adam Rafferty verzaubert die Altstadt 

Der Mann ist einfach genial. Sein virtuoses Gitarrenspiel ersetzt ein ganzes Orchester. Denn wenn der aus New York stammende Adam Rafferty seine Akustikgitarre zur Hand nimmt, ist neben einem Schlagzeug auch ein Bassinstrument sowie ein Saxophon zu hören.

Diese Begleitmusik, die mal melodisch sanft, mal wild rockig daherkommt, erzeugt der 41-jährige US-Amerikaner, dessen Vorfahren mütterlicherseits aus Österreich stammen, dadurch, das er seine Stimme einsetzt, das Fingerpicking nutzt und mit der Hand sachte oder kräftig auf den Resonanzkörper der Gitarre schlägt.

Es ist eine Kunst, mit der der Ausnahmegitarrist, der derzeit auf Europatournee ist und neben Deutschland und Österreich im April auch in Großbritannien und Serbien auftreten wird, am Samstag auch die Gäste in der Altstadtkneipe «Piano» begeisterte.

Rafferty, der bereits zum vierten Mal in der Kupferstadt gastierte und den Groovestil perfekt beherrscht, stellte Songs aus seinen 2008 bzw. 2009 herausgegebenen CD «Gratitude» und «Chameleon» vor. Des Weiteren gab der Künstler auch Musik von Michael Jackson und Frank Sinatra sowie der Band «Kool and the Gang» zum Besten. Die Mehrzahl der Stücke hat Rafferty allerdings neu bearbeitet und ihnen so eine neue, individuelle Richtung gegeben.

Eine Originalkomposition ist das Stück «Ciao Bella», das neben den Songs «Fly Me to the Moon», «Billie Jean» und «Ain't No Sunshine» erklang. Rafferty gelang es, die Zuhörer mit seiner Musik zu fesseln. Seine Kunst wusste er so geschickt einzusetzen, dass er bei melodischen, leisen Stücken das Publikum zum Zuhören und Mitgehen zwang. So gab es immer wieder kräftigen Szenenapplaus und Begeisterungsrufe.

Erst nach mehreren Zugaben konnte der Ausnahmegitarrist, der nach eigenen Worten derzeit dabei ist, seine deutschen Sprachkenntnisse zu vervollständigen, die kleine Bühne in der Altstadt-Kneipe verlassen.
 

Toni Dörflinger, Stolberger Nachrichten, 15.03.2010

 

 

 

 
  Im Finale sind alle chancenlos gegen Carlos

Seit rund 20 Jahren macht Carlos Cachafeiro nun schon Musik in Stolberg. Am Samstagabend trat er im Kölner Tanzbrunnen zum Jahresfinale der bekannten «Linus Talentprobe» an - und gewann den Wettbewerb bejubelt von über 300 mitgereisten Freunden und Fans aus der Kupferstadt.

Die «Linus Talentprobe» gilt als die härteste Talentprobe der Welt, da das Publikum, das zugleich die Jury darstellt, nicht gerade zimperlich mit den Kandidaten ins Gericht geht. Wer nicht gefällt, wird gnadenlos ausgepfiffen und mit «Buh»-Rufen überhäuft.

Über das Jahr verteilt wurden in sieben Talentproben die besten Teilnehmer ermittelt, um bei dem großen Jahresfinale gegeneinander anzutreten und zwei der musikalischen Wettstreite im Sommer gewannen Sänger aus der Region: Roberta Lorenza aus Aachen und Carlos Cachafeiro aus Stolberg, der sich auf einer Open-Air-Veranstaltung in die Ohren und Herzen von über 6000 Fans der Talentshow sang.

Gemeinsam mit den fünf anderen Gewinnern bestritten die Talente aus der Region vor mehr als 2000 Zuschauern am Samstag die finale Talentprobe und hofften auf das Wohlwollen des Publikums, das über Sieg und Niederlage entschied.

«Nachdem ich eine Talentprobe gewonnen hatte, war mein Ehrgeiz geweckt. Im Finale wollte ich nicht antreten, um zu verlieren», ging Carlos hoch motiviert in den Wettbewerb. Doch noch vor der Endausscheidung, in der die besten drei Interpreten den Sieg unter sich ausmachen, sollte sein Optimismus schwinden. «Ich saß im Keller unter der Bühne und es war überwältigend, als ich bis dort hören konnte, wie lautstark meine Freunde schon vor dem Auftritt jubelten», freute sich der Sänger zunächst über die enorme Präsenz seiner über 300 Fans, die mit Auto, Zug und fünf Fan-Bussen aus Stolberg angereist waren, um «ihren» Carlos zu unterstützen.

Er lieferte eine grandiose Show, als er voller Energie und Leidenschaft den Titel «Paranoid» von Black Sabbath präsentierte und wurde von seinen enthusiastischen Fans derart frenetisch gefeiert, wie es in der 35-jährigen Geschichte der Talentprobe noch nicht vorgekommen ist. Immer wieder versuchte der Moderator Linus vergeblich die Stolberger Carlos-Fans in ihrem Jubel zu bremsen, während das übrige Publikum, um Chancengleichheit bemüht, nun gegen den sympathischen Sänger Stellung bezog. «Zuerst habe ich meine vielen Fans gesehen und war sehr stolz. Dann habe ich gemerkt, dass plötzlich alle anderen gegen mich waren und dachte: Das war´s dann wohl...», beschreibt Carlos sein Auf und Ab der Gefühle.

Knapp erreichte er die Runde der besten Drei und baute seine emotionale Spannung so ab, wie er es am besten kann: Er rockte. Hingebungsvoll sang er «Entre dos tierras» von «Heroes del Silencio» und lieferte eine mitreißende Bühnenshow, die das Publikum vollends überzeugte. Waren die Zuschauer zuvor noch in zwei Lager gespalten, konnte der Stolberger Vollblut-Musiker mit professioneller und doch absolut natürlicher Performance die große Mehrheit für sich gewinnen. Die sehr guten Leistungen der zweit- und drittplatzierten Nadine Walter und Guido Liska wurden von den Zuschauern mit begeistertem Applaus honoriert, aber zum eindeutigen Jahres-Sieger der Linus Talentprobe kürten sie Carlos Cachafeiro, den sie am Ende genauso ausgelassen feierten, wie seine Stolberger Fans schon zu Beginn des Abends.

Für diese plant Carlos eine Dankeschön-Party und wird im Dezember zwei Konzerte mit freiem Eintritt in der Kupferstadt geben, denn: «Es ist toll, dass ich heute das Finale gewonnen habe, und es ist noch toller, dass ich solche Fans habe», erklärte er seinen Freunden auf der anschließenden After-Show-Party.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 29.11.2009        

 

 

 
  Neue Besetzung, aber die alte musikalische Stärke



Nicht zum ersten Mal gastierte das niederländische Duo «Come together» jetzt in der Stolberger Altstadt - und bestimmt nicht zum letzten Mal, wenn es nach dem begeisterten Publikum im «Piano» geht.

Als Sängerin Annet die Gäste begrüßte und ihre ersten Töne sang, fiel eingefleischten Fans des Ensembles auf, dass diesmal etwas anders war: Bei «Come Together» kamen nicht wie gewohnt Annet und Sebastian zusammen. «Sebastian ist für ein Jahr mit einem Zirkus auf Tournee. Daher habe ich mich spontan mit Dennis zusammengetan», klärte Annet Franck auf.

Auf ihre spätere Aussage, die beiden Musiker hätten nur eine gemeinsame Probe absolviert, reagierte das Publikum mit Unglauben. Zu harmonisch musizierte die 27-Jährige mit Dennis van Lienden, der mehr als nur ein guter Ersatzmann war. Zunächst glänzte der Gitarrist als exzellenter Begleiter von Annet, die mit ihrer Stimmgewalt die Zuhörer faszinierte. Ob romantische Balladen oder stimmungsvolle Rock-Stücke, das Duo interpretierte Songs aus fünf Jahrzehnten kraft- und gefühlvoll zugleich.

Immer mehr bestätigte das Duo den Eindruck eines eingespielten Teams, das schon lange gemeinsam konzertiert, und van Lienden spielte sich auf der Gitarre in den Vordergrund. Den Rhythmus von «Valerie», einem Song von Amy Winehouse, transportierte er großartig mit seiner Akustik-Gitarre, und bei «Message in a bottle» von «The Police» übernahm er erstmalig den Gesang, wobei er der Rockröhre von Annet Franck in nichts nachstand.

Anschließend spielte er trotz gerissener Seite Bruce Springsteens «Fire» tapfer zu Ende, und bei den Klassikern «Rockin in the free world» von Neil Young und Melissa Etheridges «Like the way I do» schien die Stimmung im Piano auf dem Höhepunkt. Doch auch noch um 1 Uhr in der Nacht skandierte das Publikum Zugaberufe, so dass «Come together» tatsächlich noch einmal nachlegte.

Dirk Müller, Stolberger Nachrichten, 29.10.2009       

 

 

 
  Stolbergs Kult hat zwei Namen

Jimmi Hendrix unterwegs in Transsilvanien: So kann man die Mixtur beschreiben, die die Bassikone Peter Sonntag und der Teufelsgeiger Mario Triska zu einer Einheit verschmolzen haben.

Denn die Stolberger Ausnahmemusiker stellten am Samstagabend in der Altstadtkneipe «Piano» eindrucksvoll unter Beweis, dass westliche und östliche Musikstile keine Gegensätze bilden müssen und gut zusammenpassen können, wenn das Improvisationstalent der Ausführenden auf einem hohen Niveau steht. Und wenn dann noch das Publikum mitspielt und der sprichwörtliche Funke überspringt, kann man das Geschehen getrost als gelungen, eindrucksvoll und musikalisch perfekt bezeichnen.

Genau so war es im «Piano», als die rund 100 dicht gedrängt stehenden und sitzenden Besucher die Vorgaben, die von den insgesamt fünf Akteuren kamen - Geiger und Bassist wurden von Reno Schnell an der Gitarre, Markus Plum am Keyboard und Max Sonntag am Schlagzeug unterstützt - begeistert umsetzten und mit Singen, Klatschen und - soweit es die Enge zuließ - mit Tanzen beantworteten. «Wir machen Alarm in der Kupferstadt», hatten Sonntag und Triska im Vorfeld des Konzertes angekündigt. Dass sie in der Heimat diesem hohen Anspruch gerecht wurden, bewies nicht nur die Stimmung, die im Saal herrschte, sondern auch die Einzigartigkeit des Gebotenen.


Neben den verschiedenartigen Musikkulturen - Sonntag war für die von Miles Davis, Charly Parker und Frank Zappa geprägten westlichen Rhythmen verantwortlich, und Triska jonglierte geschickt mit osteuropäischen und indischen Zigeunerweisen - kamen die unterschiedlichen Charaktere der beiden Ausnahmemusiker zu Tragen. Doch nicht minder eindrucksvoll wussten sich Reno Schnell, Max Sonntag und Markus Plum in Szene zu setzen, die zu später Stunde durch den Sänger Uwe Pröckl verstärkt wurden. Allein die Trommelwirbel von Schlagzeuger Max Sonntag waren beeindruckend. Eine Flitzefinger-Gitarristin war Reno Schnell. Als besonders vielseitig erwies sich Markus Plum. Während er mit der einen Hand das Keyboard betätigte, griff er mit der anderen zu Trompete und Posaune.

Nach Aussage von Peter Sonntag soll die Zusammenarbeit mit Mario Triska, die nach der Premiere im Aachener Jakobshof und dem umjubelten August-Auftritt im polnischen Kostrzyn ihre Bewährungsprobe längst bestanden hat, in die Erstellung einer neuen CD münden, bei der die Gruppe «Final Virus» auf den Zigeunergeiger trifft.

Fortgesetzt wird «Live Musik im Piano» mit dem Auftritt von Annet und Sebastian am Samstag, 24. Oktober, um 21 Uhr. Dann wird das Duo «Come Together» Rock und Pop sowie Coversongs aus mehreren Jahrzehnten bieten.

Toni Dörflinger, Stolberger Nachrichten, 11.10.2009

 

 

 
  Von Rock'n Roll bis zur Deutschen Welle

«Black & White» nennt sich das aus Eschweiler stammende Duo, das am Samstagabend in der Altstadtkneipe «Piano» das Publikum mit einen aus Rock'n´Roll, Blues und Pop bestehenden Mix unterhielt. Verstärkt durch eine den Stücken angepasste Hintergrundmusik gaben der Sänger Norbert Schmitz und der Saxophonist Helmut Güldenberg, der auch zur Gitarre und Querflöte griff, eine beeindruckende Visitenkarte ihres musikalischen Könnens ab. Geboten wurden unter anderem Songs von Tina Turner, Robby Williams, Joe Cocker, James Brown und Chris Rea.

Der bunte Mix querbeet durch alle Stilrichtungen, der auch der Neuen Deutschen Welle Referenz erwies, war unter anderem von Titeln wie «I just cal», «Love is in the Air», »That the way» und «Knock on Wood» geprägt.

Beim Publikum kam der abwechslungsreiche Mix gut an. Denn das Duo, das nicht nur von der brillanten Stimme des 58-jährigen Druckers Helmut Schmitz geprägt wurde, sondern sich auch durch die Instrumentenvielfalt des 67-jährigen Glasers Helmut Güldenberg auszeichnete, verbreitete Partystimmung pur und regte das Publikum zum Tanzen an.

Gegründet wurde das Duo im März 2004. Schnell war es den beiden Musikern dank ihrer musikalischen Vielfalt und der professionellen Performance gelungen, sich einen großen regionalen Bekanntheitsgrad zu verschaffen. Neben den Auftritten auf Galas und Stadtfesten folgten Darbietungen in Belgien, Würselen, Aachen und Düren.

Toni Dörflinger, Stolberger Nachrichten, 27.09.2009

 

 

 
 

Debüt von Sohn Michael mit Mama Barbara

Nach dem gelungenen Einstand im Spätsommer vergangenen Jahres war jetzt die kubanische Sängerin Barbara Verdecia erneut zu Gast in der Altstadt-Musikkneipe «Piano».

Musikalisch unterstützt wurde die temperamentvolle Bandleaderin und Sängerin von der Gruppe «Barbara Y Vai Ven», der neben Verdecia auch der Schlagzeuger Aliocha Escriola und der Tres-Gitarrist Hernandez Lazaro angehören.

Die Band und allen voran Frontfrau Barbara überzeugten durch Musikalität, hervorragender Bühnenpräsenz und fantastischer Stimme. Geboten wurde ein aus Salsa, Merengue, Jazz und afrokubanischer Musik bestehender sommerlicher Mix.

Sein Debüt gab Verdecias Sohn Michael, der die Sängerin am Percussion begleitete.

Toni Dörflinger, Stolberger Nachrichten, 14.09.2009

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